Autor

Szerb, Antal

Titel

Die Pendragon-Legende

Originaltitel

A Pendragon Legenda

Genre

Historischer Krimi

Seiten

291

Erscheinungsjahr

1934

Auszeichnungen

Verfilmungen

Verlag

dtv

Wertung

Inhalt

London in den dreißigern. Der 2. Weltkrieg ist noch nicht ausgebrochen, Fortschritt und Technik sind auf dem Vormarsch. Der ungarische Wissenschaftler János Bátky schwelgt aber lieber in der Vergangenheit, genauer gesagt im Mystizismus des 17. Jahrhunderts. So lernt er den Earl of Gwynned kennen, der den jungen Mann zu sich in sein Schloss in Wales einlädt. Ein weiterer Gast gesellt sich hinzu. Doch wer ist es, der dem Earl nach dem Leben trachtet und warum? Und was haben die Rosenkreuzer damit zu tun?

Rezension

Trotz seiner nunmehr 72 Jahre wirkt dieser Roman keineswegs angestaubt. Mit feiner Ironie erzählt der ungarische Autor Szerb von den unfreiwilligen Abenteuern eines Mannes, der sich am liebsten in Haufen von Büchern vergräbt. Dennoch findet Bátky sich schnell ein in die Rolle des Detektivs, obwohl es, wie ich finde, nicht sehr viel herauszufinden gilt. Die Geschichte ist mehr als durchsichtig und Krimileser, die das Rätselraten bevorzugen, werden hier nicht bedient. Ein Hauch von Mystik umweht zudem das walisische Hinterland - wer also auf "bodenständige" Roman steht, ist hier falsch. Mich dagegen interessierte das Geheimnis der Vorfahren des Earls und bei dem amüsant-heiteren Lesevergnügen konnte ich wunderbar abschalten. Es gibt kein Ausloten der Tiefen eines Gewissens, kein grausamer Mörder, der gejagt werden will. Vielmehr ist dieser Krimi ähnlich, sagen wir einmal, absurd wie die Filmreihe "Der dünne Mann", in dem ebenso sympathische Unikate herumlaufen und einem nicht ganz ernstzunehmenden Plot folgen. Wer also Erholung sucht von der weit verbreiteten, bierernsten Suche nach Serienmördern und ähnlichem Abschaum, sollte auf jeden Fall dabei sein bei der Wiederentdeckung dieses leider sehr früh aus dem Leben geholten Autors.
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